Umfrage

Was würdet Ihr davon halten, Adventure-Projekte mit Werbung zu finanzieren?

Wäre ne super Alternative !
2 (22.2%)
OK, solange sie nicht aufdringlich wird.
3 (33.3%)
Denke da eher neutral.
0 (0%)
Hmm, naja. Bin da eher skeptisch.
3 (33.3%)
Geht gar nicht! Stört die Atmosphäre!
1 (11.1%)

Stimmen insgesamt: 9

Autor Thema: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?  (Gelesen 2249 mal)

1mal_volltanken

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Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« am: 25. November 2014, 16:23:08 »
Hallo Community!

Das Thimbleweek Park Projekt mit der Spendenfinanzierung brachte mich auf die Idee, ob es nicht auch ne Alternative wäre, Adventure-Projekte durch Werbung mit Sponorennennung zu finanzieren. (Also es geht hier nicht um MMM-Projekte oder andere lizenzlastige Fanworx!)

Wäre ja evtl. mal interessant zu wissen, wie sowas bei den Spielern ankommen würde.


Also klar, sollte sein, dass in einem Computerspiel keine Werbespots oder sowas eingebaut sein sollten. Das wäre sicher tödlich für jeden Spielgenuss. Werbung darf auf keinen Fall nervtötend in Erscheinung treten.

Es geht eher um diskret untergebrachte Werbung bspw. durch

Plakate in Stadtlocations, Inventargegenstände, Automaten und weitere statische Objekte, also alles was sich irgendwie im Hintergrund aufhält und keinen erheblichen Einfluss auf das Spielgeschehen nimmt.

Denkbar wären vielleicht noch Vermerke in den Credits oder im Hauptmenü, VIELLEICHT noch in Lade-Bildschirmen bei Wechsel des Raumes oder der Location (wenn kurze Ladezeiten dazwischenliegen), wäre dann aber wahrscheinlich schon grenzwertig.

Aufdringlich wäre es natürlich schon dann, wenn eine ganze Location schon einem Werbezweck gewidmet wird, also bspw. im Spielgeschehen der Charakter in einem Edeka oder einem OBI-Baumarkt einkaufen soll, o.ä..

Aber würde sich ein Adventure-Spieler daran stören, wenn er seinen Charakter durch eine Stadtlocation bewegt, an einer Mauer, Hauswand oder Litfaßsäule vorbeiläuft, an dem bspw. ein Coca-Cola-Plakat klebt?

Würde es den Spieler stören, wenn er sich in seinem Inventar statt Bierflasche "Flasche Krombacher" befinden würde? Oder Taschentücher von Zewa? Oder was auch immer...?

Oder wenn bspw. ein Audi oder ein Ford Mustang am Straßenrand stehen würde?

Aus Maniac Mansion kennen wir ja schon den Pepsi-Automaten oder die Pepsi-Dose ohne, dass daran jemand Anstoß genommen hätte. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste.


Wäre das denn für Euch eine vertretbare Methode, Spiele-Projekte zu finanzieren, wenn es andernfalls am Budget mangeln würde?
Eine denkbare Alternative für sog. Indie-Projekte?



Ob sich tatsächlich große Marken mit einer 4- oder 5-stelligen oder einer noch höheren Summe an solchen Projekten beteiligen würden, sei mal dahingestellt.
Wenn, dann müsste man schon ein wirklich herausragendes Demo abliefern können, um deren Interesse zu wecken.

Aber es geht ja letztendlich nur um die Idee!


Was meint Ihr dazu?



BG
der Volltanker

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MalleTheRedPhoenix

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #1 am: 25. November 2014, 19:12:19 »
Ein interessantes, aber auch kritisches Thema, wie ich finde.

Klar kann man durch einen Sponsoren eine nette Finanzspritze erhalten, um ein Projekt finanzieren zu können.

Die Frage ist allerdings, in wiefern das Image vom Projekt beeinträchtigt wird und ob die Leute wirklich daran
interessiert sind ständig das Logo von der werbetreibenen Firma sehen zu müssen.

Zudem muss man auch berücksichtigen, dass Sponsoren auch bestimmte Erwartungen haben könnten, die auch erfüllt werden müssen.
Ansonsten könnte es zu juristischen Konsequenzen führen, wenn die entsprechenden Auflagen nicht erfüllt werden.

Ich kann es zum Beispiel bei Sportspielen noch nachvollziehen, wenn man Sponsoren hinzu holt, um das Ganze mehr Authentizität zu
geben, da in sportlichen Veranstaltungen auch Sponsoren vorkommen, damit diese Veranstaltungen oder die entsprechenden Vereine finanziert werden können.

Bei Adventurespielen oder auch einigen anderen Genres, wie RPGs usw., finde ich das persönlich eigentlich sehr unpassend
und sogar problematisch. Mal angenommen Du schließt einen Werbevertrag mit einer Firma ab, die keinen guten Ruf genießt und
wovon Du nichts weißt. Die bitten Dich darum auf dem Shirt Deines Hauptcharakters deren Logo drauf zu machen. Kaum machst Du es
wird ein Shitstorm ausgelöst, weil viele Spieler den Ruf der Firma kennen und das Ganze dementsprechend kritisch gegenüber stehen.
Eine Konsequenz bei der Sache ist unter anderem, dass Dein Spiel keinen hohen Absatz aufgrund des schlechten Rufes erzielt.

Deswegen betrachte ich das Ganze sehr kritisch, weshalb ich von solchen Sachen, bis die Ausnahme von Sportspielen vielleicht,
nichts halte.

Zitat
Aus Maniac Mansion kennen wir ja schon den Pepsi-Automaten oder die Pepsi-Dose ohne, dass daran jemand Anstoß genommen hätte. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste.

Du musst aber bedenken, dass das Spiel noch in einer Zeit erschien, als Videospiele noch nicht groß im Fokus standen. Sprich, es wurde bei diesen Spielen noch nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie das heute der Fall ist. Deswegen konnten es die Entwickler auch noch so einrichten, dass sie zum Beispiel Titel von bekannten Filmen oder Produktnamen in ihren Spielen eingebaut haben. Das Spiel "Mad TV" von Rainbow Arts ist dafür ein klassisches Beispiel.

Ich denke der Pepsi-Automat diente einfach als netter Überraschungsmoment, weil man erst mal nicht damit gerechnet hatte, dass Dr. Fred in seinem Labor einen Getränkeautomaten von einer bekannten Firma stehen haben würde. Ob Pepsi wirklich darin involviert war bzw. überhaupt danach gefragt wurde, weiß ich in dem Fall nicht. Aber es war schon damals ein sehr netter Gag gewesen. :D
« Letzte Änderung: 25. November 2014, 19:13:14 von MalleTheRedPhoenix »
Wie Phönix aus der Asche

Kiwa

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #2 am: 25. November 2014, 20:09:00 »
Ich schließe mich im weitesten der Meinung von MalleTheRedPhoenix an.

Bei der Verbindung von Werbung und einem Adventure, welches seine eigene Story, Handlung und Rätsel mitsamt seiner eigenen Spielatmosphäre hat, könnte es sehr schnell Schwiriegkeiten zwischen Sponsor und Spiele-Entwickler geben. Der Sponsor würde wahrscheinlich immer mehr Einfluß haben wollen (auf die grafische Gestalltung, Wortwitz die der Werbung dienen soll, Spielsituationen usw.) je mehr Geld er gibt. Das würde mich als Entwickler ziemlich in der gestallterischen Freiheit einschränken was meine Motivation überhaupt ein Spiel zu entwickeln gegen Null gehen lässt. Am Ende wäre ich kein Spieleentwickler mehr sondern nur noch Botschafter für Werbung bzw. Angestellter der Firma für die ich Werbung machen soll. Ich habe nichts dagegen wenn jemand damit sein Geld verdienen will, nur soll er sich dann nicht mehr Spieleentwickler nennen sondern Marketing Designer. Ob ich ein solches Spiel spielen würde ist eine ganz andere Frage. Das hängt wiederum von meinen Erwartungen ab, wie das ganze Umgesetzt wurde und was es am Ende kosten soll.

Was den Pepsiautomat im Mansion angeht so würde mich mal interessieren wie das damals abgelaufen ist? Hat Pepsi überhaupt seine Finger im Spiel? Haben die Entwickler es damals einfach so eingebaut? Wäre mal ,in dem Zusammenhang, interessant zu erfahren wie man das damals gehandhabt hat. Gestört hat der Automat mich aber nicht, wahrscheinlich auch deshalb nicht weil man damals noch nicht soooo extrem mit Werbung bombadiert wurde wie heute.

Es fällt aber auf das in eine Sendung integrierte Werbung immer mehr zunimmt. Man denke z.B. an die TV-Serie "The Big Bang Theory", die voll davon ist. Es mag sich wirtschaftlich lohnen solche Serien zu produzieren und in der genannten Serie stört es mich auch nicht(solange es passend gemacht ist). Extrem nervig sind Werbeeinblendungen die nicht zur Sendung gehören und der eigentliche Film dabei einfach weiterläuft. Meistens sind solche Werbeeinblendungen unten oder an der Seite des Bildschirms, manchmal auch mit Ton - TOTAL NERVTÖTEND! Das versaut die Atmosphäre im Film total.  >:( >:( >:( :o :o :o
Das Leben ist ein Adventure. Aber ohne Komplettlösung.

Für fast alles gibt es eine logische Erklärung. Für alles andere ein Placebo.

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #3 am: 25. November 2014, 20:20:54 »
Ja. Den juristischen Aspekt darf man natürlich auch nicht vergessen. Und da muss man natürlich überlegen, ob man die Vertragsbedingungen auch erfüllen kann.
Und über den Ruf des jeweiligen Sponsors sollte man sich natürlich im Vorfeld informieren. ;)

Man darf ja heute nicht mehr ungefragt Werbung einsetzen oder insbesondere in kommerziellen Spielen Filmtitel, Namen von echten Personen (spez. Prominente) oder echten Firmen und Vereinen nennen.

Der Sport ist ja als Werbeträger hinlänglich bekannt und somit gehören auch bei Sportspielen Bandenwerbung, Trikotwerbung oder sonstige Sponsorenwerbung zum Gestaltungs-Equipment.
In dieser Sparte ist Electronic Arts wohl ohnehin so ziemlich konkurrenzlos, da sie schon für so ziemlich alle Sportarten die Lizenzen für die Verwendung der echten Vereins- und Sportler-Namen gesichert haben.
Eine geringe Absatzchance bestünde höchstens darin auf Nischensportarten oder Amateur-Simulationen (a la "Kreisliga Soccer" o.ä.) ggf. mit fiktiven Akteuren zu setzen und diese mit entsprechenden Editoren und Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten.


Was man natürlich auch bedenken muss, ist, wenn man schon Werbung integrieren möchte, dass dies auch zur Thematik und zum Genre passt.

In Adventures, die sich in der Gegenwart abspielen, sehe ich das noch unproblematisch.
Bei Adventures, die sich in vergangenen Jahrhunderten abspielen, passt das natürlich gar nicht rein.
Erst Recht gilt dies für Rollenspiele.


Wie auch immer.

Ich persönlich könnte sogar sehr gut damit leben, wenn als Inventargegenstände für Getränke, Fressalien, Pflegemittel und sonstiges KlimBim, was so in Protagonisten-Taschen landet, echte Produktnamen verwendet werden. Fände ich vielleicht auch hinsichtlich Authentizität sogar besser, als wenn man sich hierfür immer Phantasienamen ausdenken müsste.


Aber Kiwa Du hast natürlich auch Recht.
Das Bedürfnis von Einflussnahme der Sponsoren stellt auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Sowas sollte natürlich sofort unterbunden werden und man müsste von vornherein klarstellen, dass der Sponsor lediglich in bildlichen Darstellungen auftaucht aber die Autonomie der Spiele-Entwickler dabei unberührt bleibt.
Ansonsten darf man diesen Vertrag nicht unterzeichnen.
Mal abgesehen davon, dass die Verträge ohnehin von den Entwicklern selbst aufzusetzen wären, da sie dann genau über die Inhalte Bescheid wissen.


BG
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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #4 am: 25. November 2014, 20:47:24 »
Ich persönlich könnte sogar sehr gut damit leben, wenn als Inventargegenstände für Getränke, Fressalien, Pflegemittel und sonstiges KlimBim, was so in Protagonisten-Taschen landet, echte Produktnamen verwendet werden. Fände ich vielleicht auch hinsichtlich Authentizität sogar besser, als wenn man sich hierfür immer Phantasienamen ausdenken müsste.

Das kann der Entwickler auch ruhig so machen, solange es seine/ihre freie Entscheidung ist. Fraglich ist, ob der Namensgeber damit einverstanden ist da Handelsnamen urheberrechtlich geschützt sind. Denn auch der will umgekehrt keine negativ Webung falls ihm dein Spiel nicht gefällt oder die Art und Weise wie du im Spiel mit dem Inventargegenstand umgehst der dann seinen (Produkt)Namen trägt. Alles nicht so einfach heut zu tage.

Mal abgesehen davon, dass die Verträge ohnehin von den Entwicklern selbst aufzusetzen wären, da sie dann genau über die Inhalte Bescheid wissen.

Wenn dann auch der Sponsor (immer) noch bereit ist Geld dafür zu geben ist das OK. Fragt sich wie weit sich der Spiele-Entwickler (unbewusst) von der Möglichkeit Geld damit zu verdienen selbst manipuliert.

Eine Musterlösung wird es dafür, wie so oft im Leben, wohl nicht geben.
« Letzte Änderung: 25. November 2014, 20:51:14 von Kiwa »
Das Leben ist ein Adventure. Aber ohne Komplettlösung.

Für fast alles gibt es eine logische Erklärung. Für alles andere ein Placebo.

MalleTheRedPhoenix

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #5 am: 25. November 2014, 22:41:16 »
Bei der Verbindung von Werbung und einem Adventure, welches seine eigene Story, Handlung und Rätsel mitsamt seiner eigenen Spielatmosphäre hat, könnte es sehr schnell Schwiriegkeiten zwischen Sponsor und Spiele-Entwickler geben. Der Sponsor würde wahrscheinlich immer mehr Einfluß haben wollen (auf die grafische Gestalltung, Wortwitz die der Werbung dienen soll, Spielsituationen usw.) je mehr Geld er gibt. Das würde mich als Entwickler ziemlich in der gestallterischen Freiheit einschränken was meine Motivation überhaupt ein Spiel zu entwickeln gegen Null gehen lässt. Am Ende wäre ich kein Spieleentwickler mehr sondern nur noch Botschafter für Werbung bzw. Angestellter der Firma für die ich Werbung machen soll. Ich habe nichts dagegen wenn jemand damit sein Geld verdienen will, nur soll er sich dann nicht mehr Spieleentwickler nennen sondern Marketing Designer. Ob ich ein solches Spiel spielen würde ist eine ganz andere Frage. Das hängt wiederum von meinen Erwartungen ab, wie das ganze Umgesetzt wurde und was es am Ende kosten soll.

Wenn dann auch der Sponsor (immer) noch bereit ist Geld dafür zu geben ist das OK. Fragt sich wie weit sich der Spiele-Entwickler (unbewusst) von der Möglichkeit Geld damit zu verdienen selbst manipuliert.

Eine Musterlösung wird es dafür, wie so oft im Leben, wohl nicht geben.

Ich denke in dem Fall jedoch nicht, dass der Sponsor, im Gegensatz zu einem normalen Publisher, sich ziemlich stark in den Entwicklungsprozess einmischt, da dieser lediglich als finanzielle Stütze dient und nicht über die Kompetenz des Entwicklungsverfahrens verfügt. Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen, siehe zum Beispiel die damalige Firma Virgin Interactive. Man muss in dem Fall differenzieren, dass die werbetreibene Firma lediglich dazu dient das Projekt zu stützen, damit die verantwortliche Entwicklungsfirma wiederum Werbung für sie macht, um weitere Kunden für sie zu gewinnen. In dem Fall würde der Sponsor meistens darum bitten sie so häufig und so gut wie möglich in das Spiel einzubauen.

Der Sport ist ja als Werbeträger hinlänglich bekannt und somit gehören auch bei Sportspielen Bandenwerbung, Trikotwerbung oder sonstige Sponsorenwerbung zum Gestaltungs-Equipment.
In dieser Sparte ist Electronic Arts wohl ohnehin so ziemlich konkurrenzlos, da sie schon für so ziemlich alle Sportarten die Lizenzen für die Verwendung der echten Vereins- und Sportler-Namen gesichert haben.
Eine geringe Absatzchance bestünde höchstens darin auf Nischensportarten oder Amateur-Simulationen (a la "Kreisliga Soccer" o.ä.) ggf. mit fiktiven Akteuren zu setzen und diese mit entsprechenden Editoren und Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten.

Bis auf dem ersten Satz ist der Rest jedoch ein ordentlicher Unterschied zum entsprechenden Thema. EA Sports kauft sich ja die Rechte auf, damit sie die entsprechenden Ligen in ihren Produkten mit einbauen dürfen. Das fördert zwar den Verkauf der Produkte, hat aber mit dem eigentlichen Sponsoring nichts zu tun, da die Ligen kein Geld an EA Sports zahlen. Jedoch gibt es eine witzige Ausnahme; EA Sports ist derzeit ein Sponsor der englischen Premier League. Somit besteht zwischen den beiden Unternehmen ein eigener wirtschaftlicher Kreislauf, wo sie zwar sich gegenseitig bezahlen müssen, aber auch voneinander profitieren.
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blount

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #6 am: 09. Dezember 2014, 15:13:19 »
Es gab schon jede Menge "Werbefinanzierte" Advetnures die teilweise sehr gut sind. Zum Beispiel Tom Long oder das Telekomando.

Das funktioniert meiner Meinung nach wunderbar, wenn die Werbung nicht dermaßen den Fokus einnimmt das nichts mehr Spielbar ist. Es ist ok wenn man als Popye nur mit Spinat der Firma XYZ sich befreien kann, es ist schlecht wenn es nur noch um das Produkt geht und die Handlung extrem Unglaubwürdig wird nur damit man noch mehr Prodkute einbauen kann oder gar Konkurrenz Produkte schlecht macht.

Also finde ich  ;D

fireorange

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #7 am: 09. Dezember 2014, 21:12:58 »
Das wollte ich schon die ganze Zeit schreiben - ich war nur zu faul. ;D Tom Long ist ein Klassiker, Das Telekommando ist jedoch nicht das, was du meinst, sondern eine der groeßten Gurken aller Zeiten. :o "Das Telekommando kehrt zurück" lautet der richtige Titel, wobei ich dieses Spiel auch ziemlich langweilig fand, ganz im Gegensatz zu manch anderem Art Department-Titel. "Bifi Roll-Action in Hollywood" ist grandios und einer der Top-Titel. Toller Humor und eine erstklassige Story-Entwicklung, die man so nicht erwartet hätte. Es ist praktisch das Monkey Island unter den Werbeadventures. Es gab aber tatsächlich eine Menge guter Werbeadventures - ein Blick lohnt sich, vor allem für Nostalgiker: http://werbespiel.blogspot.de/

Zurück zum Thema: ich bin im Prinzip immer dafür, sofern ein gutes Spiel daraus entsteht. 8)

blount

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Re: Adventures: Werbefinanziert? Ja oder nein?
« Antwort #8 am: 11. Dezember 2014, 14:21:16 »
Ich verweise beim Link ja auf das Telekomando 2 und das fand ich persönlich nicht schlecht. Jedenfalls besser als einige andere ...